Der Dorfverschönerungsverein Achtrup

Dieses Bild wurde eigens für den Dorfverschönerungsverein von der Künstlerin Elsbeth Thomsen aus Achtrup entworfen und gemalt. Aufgestellt in den Rabatten weist es auf die Arbeit des Dorfverschönerungsvereins hin.

Gegründet wurde der Dorfverschönerungsverein 1996 und hat derzeit 48 Mitglieder.

Aktiver Vorstand:
Vorsitzende: Helmuth Christensen, Heinz Petersen, Inge Wagner
Kassenwart: Siegfried Wiechert
Schriftwartin: Beate Mommsen-Petersen
Beisiterin: Doris Mannweiler
Beisitzer: Gerd Mannweiler
Beisitzerin: Gerda Christensen

Ziel des Dorfverschönerungsvereins ist, mit den Bürgern für die Bürger des Dorfes Achtrup Gebäude, Straßen, Plätze und Anlagen im Einklang mit der Natur zu gestalten und verschönern. Bei seinen Aufgaben versucht der Verein, mit allen in Frage kommenden Behörden, insbesondere aber mit der Bürgermeisterin, der Gemeindevertretung und den gemeindlichen Ausschüssen sowie den Bürgern von Achtrup eng zusammen arbeiten.

Das bisher Geschaffene, besonders die prächtigen Blumenrabatten ziehen die Blicke der Bürger von Achtrup, aber auch vieler Besucher und Durchreisender auf sich.

Der Dorfverschönerungsverein ist stolz auf seine bisher geleistete Arbeit.

 

Blütenpracht am Straßenrand
04. August 2009 | 04:50 Uhr | Von Ulrich Jeß


Foto: Ulrich Jeß

Gerda und Helmut Christensen begannen vor zehn Jahren, die Rabatten zu bepflanzen und zu pflegen:
Es grünt und blüht an der Durchgangsstraße in Achtrup. Ein Anblick, der selbst bei Autofahrern Wirkung zeigt: Statt vorbeizurasen, bewundern sie in angemessenem Tempo die Blumenpracht.

Gemeinden, die Verkehrsteilnehmer davon abhalten wollen, ihren Ort mit hoher Geschwindigkeit zu durchqueren, denken sich in der Regel Schikanen aus, die Autofahrern die Freude am Rasen verderben. Sie bauen in ihre Straßen Holperschwellen, Engpässe und andere Hindernisse ein. In Achtrup dagegen bremst man seit fünfzehn Jahren auf viel elegantere Weise mit großem Erfolg Temposünder aus. Es ist die Blumenpracht am Straßenrand, die viele Autofahrer langsam fahrend bewundern.

Fast täglich kann man auswärtige Verkehrsteilnehmer beobachten, die beim Anblick der bunt bepflanzten und hervorragend gepflegten Rabatten anhalten, nicht selten sogar ihr Fahrzeug abstellen, um den Anblick aus nächster Nähe zu bestaunen. Von dieser speziellen Art der Verkehrsberuhigung profitieren - wie beabsichtigt - die Schul- und Kindergarten-Kinder.

Anfängliche Ablehnung
Wie der Vorsitzende des Dorfverschönerungsvereins berichtet, wurde mit der Planung der Rabattenbepflanzung bereits im Januar 1996 begonnen, vier Monate vor der Gründung seines Vereins. Dabei ging es um die Frage, wie man nach dem Ausbau der Lecker Straße das Ortsbild verschönern könne. Der Vorschlag, sie mit vielerlei Blumenarten zu bepflanzen, stieß bei einigen Mitbürgern auf Ablehnung weil man sich sorgte: "Wer soll die Rabatten, ein Areal von insgesamt knapp 1300 Quadratmetern, regelmäßig sauber halten und pflegen?" Den gärtnerischen Enthusiasmus des engagierten Kommunalpolitikers Helmut Christensen und dessen Partnerin Gerda sowie die Ausdauer beider bei ihrem ehrenamtlichen Engagement - schier unglaublichen Ausmaßes - hatten viele Leute kaum für möglich gehalten. Sie wurden eines Besseren belehrt.

1999 erhielt der Verschönerungsverein von der Straßenverwaltung die Erlaubnis, die Rabatten in eigener Regie zu bepflanzen. Er setzte zunächst mehr als 10.000 Osterglocken und Narzissen, für deren Ankauf Helmut Christensen aus seiner Privatschatulle 1.300 Euro beisteuerte. Auch schenkten Gerda und Helmut Christensen dem Verein eine stattliche Anzahl selbst gezogener Tagetis-Setzlinge. Später folgte die Anpflanzung von 1000 Rosen sowie einer Fülle unterschiedlichster Blumen. Sie wurden so ausgewählt, dass die Rabatten seitdem von März bis November durchgehend mit blühenden Pflanzen bestanden sind, darunter Mombretien, Funkies, diverse Heidesorten, Flocks, Iris, Feinputzgras, Fette Henne, Sonnenhut, Frauenmantel und Astern.

Feuerwehr hilft im Sommer mit
15 Mal pro Jahr hackt das Ehepaar die gesamten Rabatten vom Ehrenmal bis zur Straße "Am Sportplatz" gründlich durch. Beim mühsamen Bewässern ist ihm - im Falle großer Sommerhitze - die Freiwillige Feuerwehr behilflich. Als Gegenleistung für die ständige Pflege des Blickfangs für Passanten der Lecker Straße erhalten der Altbürgermeister und seine Frau seit 2006 ein gemeinsames "Taschengeld" in Höhe 500 Euro pro Jahr: 300 Euro von der Gemeinde Achtrup und 200 Euro vom Dorfverschönerungsverein. "Das ist wirklich ein kleiner Betrag für eine riesige Leistung," stellte Werner Petersen fest.